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"FIBRE" - Was ist das eigentlich?

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2025-10-07 09:09:00 / Wissen / Kommentare 0

Was sind eigentlich Ballaststoffe?

Bei der Auswahl der Trinknahrung sind Sie wahrscheinlich schon über Ballaststoffe (oder auch "FIBRE" genannt) gestolpert. Beispielsweise enthält Fresubin 2 KCAL FIBRE Ballaststoffe, während Fresubin 2 KCAL ballaststofffrei ist. Aber wann sollten Sie welches Produkt wählen?

Ballaststoffe werden oftmals mit Vollkornprodukten oder mit Gemüse in Verbindung gesetzt. Man findet Sie allerdings auch in Obst, Nüssen oder Hülsenfrüchten.

Aber Ballaststoffe sind nicht immer gleich Ballaststoffe. Es gibt zwei Arten von Ballaststoffen: Die unlöslichen und die löslichen Ballaststoffe.

Aber was unterscheidet die löslichen von den unlöslichen Ballaststoffen?

Lösliche und unlösliche Ballaststoffe

Lösliche Ballaststoffe: 

Die löslichen Ballaststoffe zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie im Wasser quellen. Sie werden von Darmbakterien abgebaut und dienen dazu die Verdauung zu verlangsamen und den Blutzucker zu regulieren. Beispiele für lösliche Ballaststoffe sind Hafer, Gerste und Äpfel.

Unlösliche Ballaststoffe: 

Unlösliche Ballaststoffe hingegen nehmen kein Wasser auf. Sie beschleunigen die Darmpassage und vergrößern das Stuhlvolumen. Zu den unlöslichen Ballaststoffen gehören Nüsse, Vollkornprodukte und Samen.

Hauptsächlich sind in der ballaststoffhaltigen Trinknahrung lösliche Ballaststoffe wie das Inulin enthalten. Allerdings ist auch ein geringerer Anteil an unlöslichen Ballaststoffen enthalten, da beide Arten wichtig für die Verdauung sind.

Wann sollte ich Ballaststoffe zu mir nehmen?

Zertifizierte Ernährungsberaterin Claudia Hoppe empfiehlt, dass Personen, die nicht unter Verstopfung leiden oder starke Durchfälle haben, Nahrung mit Ballaststoffen zu sich nehmen sollten.

Auch im Alter empfiehlt sie, ballaststoffreiche Trinknahrung auszuwählen, da es häufig vorkommt, dass die Ernährung ansonsten ballaststoffarm oder sehr süß ausfällt. 

Dabei ist es immer wichtig genügend zu trinken! Wenn nicht ausreichend getrunken wird, können die Ballaststoffe nicht richtig arbeiten und es kann stattdessen zu Beschwerden bei der Verdauung kommen. Daher erinnern Sie sich immer wieder daran Wasser oder Tees zu trinken.

Allgemein können Sie sich merken:

Ballaststoffe sind wichtig, um den Darm in Bewegung zu halten, brauchen aber genügend Flüssigkeiten, dass der Darm gut damit klar kommt.

Wann sollte ich auf Ballaststoffe verzichten oder sie einschränken?

Auch wenn Ballaststoffe häufig empfohlen werden, gibt es auch Fälle, in denen Sie Ballaststoffe einschränken oder reduzieren sollten:

  • 1. Bei akuten Magen-Darm-Erkrankungen

Wenn der Darm gereizt oder entzündet ist, können Ballaststoffe zu viel "Arbeit" für die Verdauung bedeuten. 

Das ist beispielsweise der Fall bei akutem Durchfall oder bei Magen-Darm-Infekten. Auch bei akuter Divertikulitis (Entzündungen von Darmdivertikeln) oder bei akuten Schüben von Morbus Crohn  oder Colitis ulcerosa sollten Sie die Aufnahme von Ballaststoffen regulieren.

Aber warum werden die Ballaststoffe dann schlechter vertragen? Da die Ballaststoffe die Darmtätigkeit anregen, können in solchen Phasen die Schmerzen, Blähungen oder Durchfälle verstärkt werden.

  • 2. Nach Operationen am Magen oder Darm

Nach größeren Eingriffen im Verdauungstrakt wie beispielsweise Darmoperationen, Magenpybass, Tumoroperationen oder Strahlentherapie im Bauchraum braucht der Darm Ruhe. Daher wird in der ersten Zeit nach der OP meist eine ballaststoffarme Schonkost empfohlen, bis sich die Verdauung stabilisiert hat.

  • 3. Bei bestimmten Engstellen (Stenosen) im Darm

Wenn der Darm durch Narben, Tumore oder chronische Entzündungen verengt ist, können Ballaststoffe ( vor allem grobe, unlösliche) stecken bleiben oder Schmerzen verursachen.

Auch in solchen Fällen wird eine ballaststoffarme Kost empfohlen, um Komplikationen wie Darmverschluss zu vermeiden.

4. Bei starker Blähungsneigung oder einem Rezidarm

Manche Menschen reagieren empfindlich auf bestimmte Ballaststoffe - vor allem auf lösliche aus Hülsenfrüchten, Vollkorn oder bestimmten Obstsorten. 

Hier kann eine zeitweise Reduktion helfen, bis sich der Darm beruhigt hat.

Tipp: Steigern Sie die Zufuhr langsam, trinken Sie viel und kauen Sie gut. Dann kann sich der Darm anpassen.

  • 5. Bei starker Appetitlosigkeit oder Mangelernährung

Ballaststoffe machen schnell satt, liefern aber kaum Kalorien. Wenn Sie zunehmen oder mehr Energie aufnehmen möchten (z.B. bei Krankheit, Appetitlosigkeit oder ungewolltem Gewichtsverlust), kann eine ballaststoffarme, aber energiereiche Ernährung sinnvoll sein.

Trinknahrung ohne Ballaststoffe

Wann sind Ballaststoffe wieder sinnvoll?

Sobald sich die Verdauung beruhigt hat oder keine medizinischen Gründe dagegen sprechen, sollten Sie die Ballaststoffe langsam wieder in Ihre Ernährung einführen. Das können Sie am besten mit leicht verdaulichen Quellen wie Haferflocken, reifen Bananen, gekochtem Gemüse (z.B. Karotten, Zucchini) oder Flohsamenschalen (bei Verstopfung in Absprache mit Ihrem Arzt).

Produkte mit Ballaststoffen

Zusammenfassung

Viele Trinknahrungen gibt es sowohl mit oder ohne Ballaststoffe. Je nach Symptomen können Sie zwischen den beiden Varianten auswählen. Wenn Sie Verstopfungen oder Krankheiten, die die Verdauung betreffen, haben, sollten Sie eher zu ballaststofffreien Drinks greifen. Ansonsten sind Ballaststoffe jedoch sehr wichtig für den Körper und sollten zusammen mit ausreichend Wasser zu sich genommen werden.

Hinweis: Diese Inhalte dienen der Information und ersetzen keine ärztliche oder diätologische Beratung.

Möchten Sie mehr zu Ballaststoffen wissen?

Claudia Hoppe erklärt Ihnen in unserem Video zu Ballaststoffen die wichtigsten Punkte:

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